Markus Wilke

„Wechselwirkungen“

Malerei

Als Vorlage für Markus Wilkes Malerei dienen Abbildungen von Müll, Schrott und Industrieabfällen. Die auf Fotos abgebildeten sortierten Sammlungen seiner Funktion beraubten Materials, dienen mit ihren plastischen und farblichen Eigenwert als Grundlage für Markus Wilkes aktuelles malerisches Schaffen.

Die formalen Eigenschaften des Sujets und der Charakter der Vorlagenabbildungen erlauben ihm, eine Malerei zu entwickeln, die sich zwischen gegenständlicher Malerei und abstrakten Farbkompositionen bewegt. Ausgehend von Analysnen der farblichen Zusammensetzung der Vorlage, schreiben sich Schicht für Schicht synthetisierte analoge Farbtöne in die Bildoberfläche ein.

In diesem Zusammenhang arbeitet Markus Wilke mit freigestellten, den blanken Malgrund zeigenden Flächen, die das Verhältniss zwischen Gegenständlichkeit und abstrakten Flächenkompositionen subtil ergänzen. Neben der Identifikation der Gegenstände im Bild und der abstrakt-kompositorischen Flächenbearbeitung, unterstreichen und umkreisen diese Freiflächen den eigentlichen malerischen Akt.

Durch diese widersprüchlichen Gestaltungsebenen wird eine Reflexion der Eigenbeobachtung eingeleitet. Der Betrachter wird in eine gestaffelte, mehrschichtige, widersprüchliche Sichtbarkeit verwickelt und so dazu verführt, sich selbst beim Betrachten selbst wahr zu nehmen.

Eröffnung:
Freitag, den 16.09.2016 um 19 Uhr

Einführung:
Prof. Dr. Johannes Meinhardt

Ausstellungsdauer:
16.09. - 31.10.20166

Öffnungszeiten:
Do bis So, 17 - 20 Uhr
Galerie peripherie, Hechinger Straße 203, 72072 Tübingen
www.sudhaus-tuebingen.de
www.galerie-peripherie.de
www.markus-wilke.com



Abb. li.:
"arcane slope", Acryl auf Leinwand, 200 x 150 cm, 2016

 

 

"Wechselwirkungen"
galerie peripherie tübingen
16.09. - 31.10.2016

 


 

 

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